Bungle Bungles, Purnululu NP
Nachdem wir den Norden von Australien erkundet haben war unser nächstes Ziel Westaustralien, der Teil von Down Under der uns eigentlich am meisten interessiert. Also sind wir von Katherine aus losgezogen Richtung NT/WA Grenze. Auf dem Weg dorthin haben wir wieder zwei mal auf den Gratis-Campingplätzen entlang des Highways übernachtet. Was sehr witzig ist, ist dass man dort immer wieder auf die selben Leute trifft. Wir haben ein australisches Pärchen kennengelernt, die wir insgesamt fünf mal getroffen haben auf unserem Weg. Die Australier sind auch sehr kommunikativ, jeder spricht dich an und wir haben schon einige Visitenkarten von Australiern die wir besuchen sollen. So lernt man natürlich auch viel vom Land kennen… Als wir die Grenze überquert hatten freuten wir uns nun darauf die Kimberlys zu bereisen. Einen Nachteil an Westaustralien haben wir aber leider schnell festgestellt. Mit 90 Minuten Zeitverschiebung zum Norden geht hier bereits kurz nach fünf Uhr die Sonne unter, und morgens ist es schon vor 6 Uhr hell. Das heisst für uns wohl die nächste Zeit früh aufstehen und früh ins Bett. Unseren ersten Abstecher haben wir dann an den Lake Argyle gemacht, was wir aber nicht sonderlich speziell fanden. Wir sind dann auch gleich weiter Richtung Bungle Bungles, eines der Weltkulturerben von Australien, was nochmals ein 200km Weg bedeutete. Die Bungle Bungles sind nur mit einem 4x4 Fahrzeug erreichbar und die 53km lange Strecke vom Highway bis in den Nationalpark soll ziemlich happig sein. Wir haben dann für die 53 km auch gut zwei Stunden gebraucht. Es ging tatsächlich ziemlich heftig hoch und runter und über Stock und Stein, aber es hat Spass gemacht zu fahren und ist definitiv machbar. Palm Valley fanden wir einiges anspruchsvoller zu fahren. Was es allerdings hatte waren drei Flussdurchquerungen, von denen vor allem eine schon etwas happig war. Von der Tiefe her, etwa 40 cm, okay, aber der Untergrund war etwas schwierig mit grossen Steinen und Löchern. Wir haben uns schon etwas mulmig gefühlt, als Speedy ziemlich hin und her wackelte. Aber ja, ist alles gut gegangen und wir haben uns am selben Tag noch den nördlichen Teil vom Purnululu Nationalpark angesehen. Leider regnete es ganz leicht und es war alles etwas trüb. Auf dem Campingplatz haben wir uns dann regensicher eingerichtet und hofften auf besseres Wetter am nächsten Tag. Und prompt hatten wir dann auch wieder schönen blauen Himmel… Also haben wir uns auf den Weg gemacht zu den Bungle Bungles, der Hauptattraktion des Parks. Diese sind Dom-artige Hügel aus Sandstein mit orangen und grauen Rändern rundum, die bis 300m hoch sind. Wir haben natürlich die Walks durch die Bungle Bungles gemacht und diese bestaunt. Sie sehen einfach spektakulär aus, vor allem auch mit dem ausgewaschenen Flussbeet davor. Da fragt man sich manchmal schon wie die Natur solche Kreationen formen kann. Der Abstecher dorthin hat sich sehr gelohnt, auch wenn es nicht gerade auf dem Weg lag, der Park ist wirklich wunderschön!
Bungle Bungles
Ord River, Parry Lagoons Nature Reserve
Nachdem wir nun die letzte Zeit ziemlich zügig unterwegs waren und viele tolle Sachen angeschaut haben, hatten wir das Bedürfnis mal wieder ein paar Tage nichts zu machen und einfach ein wenig zu relaxen. Im “Camps 5”, der Campingbibel für Traveller, haben wir dann einen schönen Graits-Campingplatz direkt am Fluss entdeckt, der auf einer 4WD Strecke zwischen Kununurra und Wyndham liegt. Also haben wir uns dorthin auf den Weg gemacht, was mit einem abenteuerlichen Flussdurchfahrt, dem Ivanhoe Crossing, kurz nach Kununurra begann. Er war zwar ”nur” 45cm tief, ist aber ziemlich stark geflossen. Aber auch diesmal ist alles gut gegangen. Als wir dann unseren Campingplatz erreicht hatten waren wir sofort begeistert. Wir haben ein Plätzchen direkt am Fluss gefunden ganz für uns alleine mit Feuerstelle! Dort haben wir uns gemütlich eingerichtet, damit wir uns ein paar Tage wohl fühlen können. Der Nachteil an dem Platz war allerdings dass es in dem Fluss auch Krokodile gab, Süsswasser Krokodile und auch Salzwasser. Tagsüber ist dies nicht so ein Problem und hat uns nicht gross gestört, nachts allerdings kann das schon etwas unheimlich werden, vor allem da wir nur wenige Meter vom Ufer weg campiert haben. Als wir dann mit der Taschenlampe etwas rumgeleuchtet haben und ein paar Meter von uns weg die leuchtenden Augen eines Krokodils sahen, haben wir uns entschlossen lieber in Speedy reinzugehen und die Türen zu schliessen… Der nächste Tag hat für uns dann auch gleich gut begonnen. Unser Nachbar, ein angefresssener Fischer, kam zu uns rüber und hat uns einen Barramundi gebracht! Juhuu, lecker! Barramundi ist hier in Australien einer der bekanntesten Fische und soll sehr gut schmecken. Wir freuten uns also auf ca. 1kg Fisch den wir zum Abendessen verzehren konnten. Sandro ist zwar auch den ganzen Tag am fischen, aber irgendwie hat’s noch nicht wirklich geklappt. Vielleicht wird’s jetzt etwas besser mit den paar Tipps die wir bekommen haben… Dann hat er uns auch noch mit seinem Boot mitgenommen um ein paar Krokodile zu suchen. Das war natürlich genial, da wir noch nicht wirklich Krokodile gesehen hatten bis jetzt. Als wir dann ein wenig den Fluss hoch und runter gefahren sind haben wir einige Krokodile gesehen. Die einen ganz relaxt am liegen, die anderen am fressen… Vor allem die Salzwasser Krokodile waren sehr eindrücklich und auch ziemlich gross. Ja, wir waren wieder einmal glücklich an diesem Tag, was will man noch mehr… Okay, Sandro könnte mal einen eigenen Barramundi fangen, das wäre nichts schlecht, aber kommt sicher auch noch. Es war bis jetzt der schönste Campingplatz den wir hatten, mitten in der Natur. Es war einfach herrlich der Tierwelt dort zuzuschauen. Morgens früh um sechs waren am anderen Flussufer um die 50 Känguruhs und Wallabies am trinken, Adler kreisten um uns rum und sonst jegliche sehr schöne Vögel, und natürlich die Krokodile die wir die ganze Zeit beobachtet konnten. Nach drei Nächten hatten wir das Gefühl, unser Glück genug herausgefordert zu haben mit den Crocs und sind weitergezogen. Auf dem Weg nach Wyndham haben wir noch einen Abstecher gemacht in den Parry Lagoons Nature Reserve, wo es ein schönes Billabong hatte wo wir noch mehr Vögel beobachten konnte.
Camping am Ord River
Karunjie Track, Wyndham to Gibb River Road
Von Wyndham aus wollten wir uns auf den Weg zur Gibb River Road machen, einem der bekanntesten Outback-Abenteuer Australiens. Anstatt den Highway runter zu fahren bis zur Gibb River Road haben wir die King River Road entdeckt, die dann später in den Karunjie Track führt. Eine 4WD Strecke die bestimmt interessanter ist als der Highway… Und wir wurden tatsächlich mit einem unbeschreiblich schönem Panorama belohnt! Der Weg führt mitten durch die Cockburn Ranges, spektakuläre Sandstein Wände über 600m hoch. Teilweise fährt man durch Savannah Land und durch einen ausgetrockneten See. Die Weite Australiens ist hier wieder einmal einfach beeindruckend. Wir haben wirklich so eine spektakuläre Landschaft gesehen wie auf diesem Weg! Die Strecke ist allerdings teilweise auch ziemlich happig zum fahren, viele sandige Abschnitte und zwischendurch muss man schon mal den Low Range einschalten. Wir haben für die 50km dementsprechend auch fast vier Stunden gebraucht. Als wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit immer noch auf dem Weg waren, mussten wir dann wohl oder übel irgendwo einen Schlafplatz suchen, obwohl es Privatland war und Camping eigentlich nicht toleriert wird. Aber auf so einer Strecke im dunkeln zu fahren ist nun mal nicht möglich… Wir haben dann irgend einen Seitenweg genommen und sind prompt an einem tollen Platz gelandet an einem Fluss. Und das beruhigende war es waren schon zwei andere Autos dort am campen. Da wir wieder einmal einen Super Platz gefunden haben sind wir dann auch gleich noch zwei weitere Nächte dort geblieben.
Schöne aussicht im Karunjie Track
Gibb River Road, Kimberlys
Auf dieses Abenteuer haben wir uns schon lange gefreut und waren gespannt was uns in den Kimberlys erwartet. Um diese zu erforschen sind wir natürlich die Gibb River Road gefahren, eigentlich ein Muss für alle Traveller die ein 4WD Auto haben. Diese 660km lange Wellblechstrasse wurde früher eigentlich zum Beef-Transport genützt, heutzutage ist sie ein beliebter Weg für alle Offroad-Fans. Von der Strasse her haben wir es uns eigentlich etwas schlimmer vorgestellt, da man auch von vielen Unfällen und sonstigen Problemen hört. Solange man aber langsam und vorsichtig über die teilweise hohen Absätze und Steine sowie natürlich die ganzen Fluss- und Bachdurchquerungen fährt ist auch diese Strasse nicht so ein Problem. Das einzige was etwas mühsam wurde war als es nachts mal geregnet hat, da leidet eine solche Strasse natürlich ziemlich darunter… Man fährt dann halt einfach durch Schlamm, was gefährlich werden kann und die Strassen leider auch wieder kaputt macht. Und Ihr könnt euch etwa vorstellen wie Speedy danach aussah… Neben teilweise spektakulären Landschaften die man durchquert hat es unzählige Wasserfälle und Schluchten mit Schwimmmöglichkeiten. Die meisten davon haben wir auch besucht und haben viele Wanderungen gemacht, die meistens mit einem erfrischenden Bad belohnt wurden. Zuerst haben wir die beiden Schluchten Emma Gorge und El Questro Gorge besucht, die beide sehr schön waren. Emma Gorge ist ein riesiges Wasserbecken inmitten hohen Wänden, wo man herrlich baden kann. Bei El Questro hat uns vor allem der 7km lange Walk bis dorthin sehr gut gefallen. Obwohl es eigentlich eher eine Kletterpartie als ein Walk war, die teilweise wirklich recht heftig war. Das hatte aber natürlich den Vorteil dass es vielen Leuten gar nicht erst möglich war dorthin zu kommen und wir schlussendlich alleine unser erfrischendes Bad geniessen konnten. Noch schöner waren allerdings Manning Gorge und Bell Gorge. Vor allem Manning Gorge war sehr beeindruckend. Man kommt sich ein wenig vor wie im Paradies wenn man dort ankommt. Das war für uns bis jetzt mit Abstand die schönste “Gorge” die wir bis jetzt gesehen haben! Aber auch Bell Gorge war sehr schön mit einem tollen Wasserfall! Dort hatten wir auch wieder das Glück der Frühaufsteher, und wir waren fast eine Stunde lang alleine dort bis die ganzen Leute eingetroffen waren. Es hat sich wirklich sehr gelohnt die Gibb River Road zu fahren, trotz des ganzen Staubes und Geschüttel! Wenn man dann Abends noch einen schönen Campingplatz irgendwo an einem Fluss oder Bach findet und bei einem Feuer den Sternenhimmel betrachten kann ist das Outback-Abenteuer Kimberlys perfekt
Manning Gorge
Mitchell Falls, Kalumburu Road
Etwa in der Mitte der Gibb River Road stellte sich uns die Frage, wie wahrscheinlich vielen anderen Travellern auch, ob wir die Kalumburu Road zu den Mitchell Falls hoch auch fahren wollen oder nicht. Von dieser Strasse raten eigentlich alle Touristen-Informationen ab, da die Strasse sehr, sehr heftig sein soll. Das Problem ist vor allem auch dass der Umweg dort hoch 500 km ist. Wir haben dann ein paar Leute gefragt die von dort kamen wie der Zustand der Strasse wirklich ist. Leider haben alle gesagt die Strasse sei extrem rough, mit einer Buckelpiste mit bis zu 30 cm hohen Absätzen. Einer habe seine Bullbar verloren, dem andern ist der Kühlschrank im Auto rumgeflogen usw… Alle haben irgendwas an ihrem Auto rumgeschraubt die von dort kamen. Aber es waren sich alle einig dass sich die Strapazen lohnen. Also haben wir uns dann nach langem Überlegen schlussendlich dazu entschieden dass wir auch hochfahre, schließlich haben wir ja mit Speedy das ideale Auto dafür. Wir haben dann auch schon bald gemerkt wie heftig die Strasse wirklich ist. Es hat ziemlich übel geschüttelt, und zwischendurch konnte mal halt nicht schneller als 20 kmh fahren. Zum Glück war’s aber nicht die ganze Strecke lang so schlimm, und teilweise konnten wir sogar 80 kmh fahren. Lustig war die Fahrt allerdings trotzdem nicht und wir waren froh als wir gute drei Stunden später am ersten Campingplatz waren, von dort aus sind’s dann nur noch mal 80 km bis zu den Mitchell Falls. Der Platz dort ist sehr gemütlich, direkt am King Edward River gelegen, was endlich mal ein Fluss ohne Krokodile war! Wir konnten also jederzeit schwimmen gehen und uns im Fluss und unter dem kleinen Wasserfall abkühlen. Am nächsten Tag haben wir dann noch die restlichen 80 km auf uns genommen, was dann leider auch noch die schlimmsten waren. Aber auch die hatten wir nach zwei Stunden geschafft. Dann lag also nur noch der Bushwalk von 4km vor uns, bis wir endlich bei den Mitchell Falls waren. ( Wenn man genug Geld hinlegt kann man sich auch per Helikopter rein oder rausfliegen lassen…) Das haben wir natürlich nicht gemacht und sind gelaufen, was auch eine schöne Wanderung war. Als wir dann beim Wasserfall angekommen sind waren wir sofort begeistert. Der Mitchell Fall hat vier treppenstufige Becken wo das Wasser rüberfliesst und schlussendlich im grossen Pool unten landet. Im obersten Becken darf man sogar schwimmen! Wir sind dann oben den Klippen entlang um den Wasserfall rumgelaufen und geklettert, bis wir ein schönes Plätzchen gefunden haben wo wir einen schönen Blick auf den Wasserfall hatten. Die Mitchell Falls sind wirklich spektakulär und der schönste aller Wasserfälle für uns, zumindest bis jetzt. Er wird aber auch nur sehr schwer zu toppen sein… Die ganzen Strapazen haben sich wirklich gelohnt und wir hatten zwei sehr schöne Tage dort oben. Wir waren aber auch froh als wir alle wieder heil in der Gibb River Road angekommen sind und vor allem Speedy keine Beschwerden hatte. Wir haben die Zeit in den Kimberlys extrem genossen und hatten zwei erlebnisreiche Wochen. Der einzige Nachteil ist wirklich der ganze Staub auf diesen Strassen und dass wir Speedy komplett rausputzen müssen… Aber auch dass nehmen wir auf uns…
Mitchell Fall
Broome, Quondong Beach
Nach den staubigen Abenteuer auf der Gibb River und Kalumburu Road freuten wir uns auf Broome und vor allem auch aufs Meer. Seit sechs Wochen sind wir nun hier in Australien das erste mal am Meer und können mal unser Body Board in Betrieb nehmen. Der Cable Beach in Broome ist ein ziemlich bekannter und auch schöner Strand, hat aber auch dementsprechend viele Leute. Da es uns in Broome etwas zu teuer und zu busy war zum übernachten haben wir uns entschieden Richtung Peninsula nördlich von Broome zu fahren, wo es mehrere Gratis-Campingplätze gibt. Die Manari Road dort hoch ist ziemlich staubig und sandig, also von Vorteil mit einem 4x4 hochzufahren… Wir haben einige gesehen die stecken geblieben sind und wieder rausgezogen werden mussten. Am Quondong Beach haben wir dann ein schönes Plätzchen gefunden (oder besser gesagt wir haben uns ein Plätzchen gemacht). Auf einer Düne direkt am Strand und mit tollem Meerblick haben wir uns eingerichtet um zwei, drei Tage zu bleiben. Der einzige Nachteil an dem Platz war dass wir leider nicht ganz alleine waren. Es hatte einige Caravans um uns herum, die alle schon seit Wochen dort waren. Als erstes haben wir natürlich dann mal Speedy rausgewaschen nach der staubigen Angelegenheit auf der Gibb River und Kalumburu Road. Danach ging’s gleich schon los mit Nachbarn kennenlernen beim Apéro am Gemeinschafts-Feuer. Wir hatten eine sehr lustige Truppe um uns herum, alles pensionierte Australier die im Winter vom Süden in den Norden hochkommen um der Kälte zu entfliehen. Dort bleiben Sie dann meistens auch gleich ein paar Monate. So vergingen dann die zwei, drei Tage die wir eigentlich bleiben wollten auch relativ schnell. Tagsüber schwimmen oder lesen, Abends dann ein Apéro bei irgend einem Nachbarn und später ein Feuer anzünden. Ja, so kann man sich das Leben vorstellen… Sehr beeindruckend waren dann vor allem auch die unzähligen Buckelwale (Humpback’s) die direkt vor unserer Nase vorbeigeschwommen sind. Es war einfach gigantisch diese riesigen Tieren zu beobachten und beim spielen zuzusehen. Humpback’s sind bekannt dafür dass Sie gerne eine kleine Show abziehen an der Wasseroberfläche, was uns natürlich sehr entgegen kam! Teilweise sind sie mit dem ganzen Körper ziemlich weit zum Wasser rausgesprungen oder haben mit Ihren Flossen aufs Wasser geschlagen! Als uns dann unser Lieblingsnachbar Bill seinen Feldstecher vorbeigebracht hat mit dem wir dann stundenlang aufs Meer rausgeschaut haben, hatten wir eine noch viel bessere Sicht! Wir hatten wirklich eine super Zeit am Quondong Beach und wollten dementsprechend auch nicht so rechht weiterzuziehen, schlussendlich sind wir dann zehn Tage dort geblieben. Wir haben auch unsere Nachbarn immer besser kennengelernt, was am Schluss schon fast in Stress ausartete. Morgens Café trinken und eine Runde spielen in diesem Caravan, Apéro bei diesen Nachbarn und Abendessen noch mal bei jemand anderem. Sie haben sich alle sehr gut um uns gekümmert… Vor allem Bill, der mit 75 noch rumrennt und aktiv ist wie ein Teennager, war wirklich extrem nett zu uns und hat sich sehr um uns gesorgt. Da er jeden Tag mit dem Boot raus ist zum fischen hat er natürlich auch etwas mehr Fisch gefangen als Sandro und hat uns jeden Tag frischen Fisch vorbeigebracht. Das absolute Highlight war dann aber als uns Bill mit seinem Boot rausgenommen hat fürs Whale-Watching! Er hat uns bis mitten auf die Wale gefahren mit seinem Boot und wir konnten Sie von ca. 3m Entfernung beobachten! Das war ein wirklich überwältigender Augenblick und ein Erlebnis dass wir nie mehr vergessen werden! Als dann der Tag vom Vollmond kam haben wir uns endlich losgerissen von unserem Platz und sind wieder nach Broome gefahren, da wir den “Staircase to the Moon” sehen wollten. Das ist ein Phänomen dass es sonst nirgends zu beobachten gibt und sieht wirklich spektakulär aus. Wenn in der Bucht vor Broome absolute Low-Tide ist und gleichzeitig Vollmond, sieht der Mondschein aus wie eine Art Treppe zum Mond. Am nächsten Tag sind wir dann mit Speedy an den Strand gefahren und haben uns noch den Sonnenuntergang angesehen, da der in Broome auch sehr schön sein soll… Und wie ihr anhand des Bildes sehen könnt war er das auch…
Sonnenuntergang in Broome
Buckelwale (Humpback`s) am Quadong Beach
Staircase to the Moon
Karijini & Millstream-Chichester Nationalpark
Über Port Hedland sind wir nach einigen Tagen Strand wieder ins Inland weitergefahren um den nächsten Nationalpark zu erkunden. Port Hedland ist eine Industrie-Stadt die von Ihrem Business mit Eisen lebt. Die Eisen-Rohstoffe werden in extrem langen Zügen (der längste ist 7km lang!) von den umliegenden Mienen nach Port Hedland gebracht um dort in gigantischen Schiffen nach Übersee transportiert zu werden. Es war beeindruckend so einen Hafen und die riesigen Maschinen die Sie in der Miene haben zu sehen. Nachdem wir wieder aufgestockt hatten mit Essen und Benzin sind wir dann also weiter Richtung Karijini NP. Dieser gilt als einer der spektakulärsten Nationalparks Westaustraliens und wir waren gespannt was uns erwartet. Der Park ist zwar nicht wahnsinnig gross doch es gibt viel zu sehen, weshalb wir schlussendlich auch vier Tage dort verbracht haben. Es gibt einige Schluchten im Park die man anschauen kann und natürlich viele schöne Wanderungen. Die meisten wirklich schönen Punkte waren aber auch nicht ganz leicht zu erreichen, wir mussten weinige Wände hoch oder entlang klettern und durch Wasser laufen bis wir am Ziel waren. Es war auf jeden Fall nicht mehr für alle machbar, weshalb es zum Glück meist auch kaum Leute in den Schluchten hatte. Vor allem die Hancock und Knox Georges waren wirklich spektakulär! Man kann an den Wänden ( ca. 100m hoch) schön beobachten wie diese Schluchten von dem Wasser in der Regensaison über Jahrtausende geformt wurden. Bei beiden mussten wir dann leider aufgeben als der Schwierigkeitsgrad zum Level 6 anstieg, was bedeutet dass man sich abseilen muss. Auch die Kalamina und Hamersley George waren sehr schön, und wir haben sogar ein kurzes Bad genommen in dem eisig kalten Wasser des Pools der Hamersley George. Die Fortescue und Joffre Falls waren auch schön, hatten aber leider beide nur wenig Wasser, da die Pilbara Region anscheinend die letzte Regensaison übersprungen hat. Am letzten Tag haben wir dann noch den Mt. Bruce bestiegen, der mit 1250m zweithöchste Berg Westaustraliens ist. Für uns Schweizer ist dass zwar nicht wirklich hoch, wir haben aber trotzdem ein wenig geschwitzt… Es waren doch immerhin 10km und etwa 600 Höhenmeter… Und das bei einem wirklich fantastischen Panorama. Vor allem vom Gipfel oben wurden wir mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Der Karijini NP hat uns extrem gut gefallen, mit Schluchten die wir in so spezieller Art bis jetzt noch nirgends gesehen haben! Auf dem Rückweg an die Küste hoch sind wir noch beim Millstream-Chichester NP vorbei. Das Highlight dort, der Python Pool, hatte leider kaum Wasser und man konnte auch nicht schwimmen. Ansonsten haben wir durch die Millstream Gegend eine schöne Wanderung gemacht und haben vor allem die sehr schöne Landschaft der Chichester-Ranges bestaunt.
Hancock Gorge
Cape Range NP, Ningaloo Reef
Nach dem 1’000 km Abstecher ins Innland zum Karijini NP ging es wieder zurück an die Küste. Wir haben uns die Pilbara Küste rund um Karratha und Dampier ein wenig angeschaut, aber nicht wirklich einen gemütlich Platz zum campen und baden gefunden. Es wäre eigentlich nicht schlecht gewesen oben noch etwas Zeit zu verbringen, da es umso südlicher wir reisen, umso kälter wird. Aber man kann halt leider nicht überall das perfekte Klima haben in so einem grossen Land wie Australien. Ab September geht’s dann mit der Temperatur im Süden ja auch wieder bergauf, in der Zwischenzeit müssen wir uns halt mit 20-25°C begnügen. In Exmouth, beim Cape Range NP, wars zwar eigentlich noch schön warm, nur leider ziemlich windig… Da alle Campingplätze im Nationalpark am Strand ausgebucht waren, mussten wir die erste Nacht im Caravanpark außerhalb übernachten. Wir haben mit dem Ranger gesprochen, und Sie hat uns geraten früh beim Eingang zu sein, da es jeden Morgen mehr Autos als freie Campingplätze hat. Also sind wir morgens um fünf aufgestanden um gleich zum Ranger Office gefahren. Leider waren wir um diese Zeit trotzdem erst Nummer 6, und bis um acht Uhr waren es wieder 13 Autos. Na ja, wir hatten Glück und es gab 9 freie Campingplätze. Die Mühe mit früh aufstehen hat sich also gelohnt! Dort zu campen haben wir uns auch nicht wirklich getraut, da Sie ziemlich hohe Strafgelder verteilen wenn Sie kontrollieren. Da wir uns schon lange aufs Schnorcheln am Ningaloo Reef gefreut hatten sind wir dann trotz dem frischen Wind ins Wasser. Wir haben schon viel von dem Riff gehört und waren gespannt was uns erwartet. Wir sind meistens in die Turquoise Bay gefahren, wo es einen Drift-Snorkeling Platz gibt. So stark war allerdings dieser Drift auch nicht… Die Korallen sind schön und in gutem Zustand und es war nicht schlecht zum schorcheln, obwohl wir uns ein wenig mehr erhofft hatten. Man hört so viel von dem Riff und wie schön es sei, dass wir wohl etwas zu hohe Erwartungen hatten. Das liegt wahrscheinlich aber auch daran dass wir schon einige Riffe gesehen haben und Korallen und Fische für uns nichts neues sind. Vielleicht hatten wir auch einfach nicht so viel Glück mit dem was wir gesehen haben, ein Schwarzspitzen Riffhai war das Highlight, da es stark gewindet hat und es somit auch etwas zu hohe Wellen hatte um weit raus zu schorcheln und die Mantas und die restlichen Grossfische zu suchen. Eigentlich hätten wir auch gerne getaucht, doch wir waren nicht bereit 100 Dollar pro Tauchgang zu bezahlen. Wir fragen uns wirklich ein wenig wie die Ihre Preise rechtfertigen wollen… Wenn uns jemand gesagt hätte wir könnten Grossfisch oder sonst etwas spezielles sehen hätten wir wohl auch getaucht, aber alles was sie sagen konnten ist es hat viel Fisch. Und das war uns keine 400 Dollar wert für einen Tauchtag. Nach 16 Monaten Tauchen in den Philippinen brauchen wir mal wieder etwas Grossfisch und kein Makro-Tauchen mehr. Wir hatten aber dennoch eine gute Zeit im Cape Range NP mit einem gemütlichen Campingplatz in einer sehr schönen Landschaft. Nach drei Nächten wurde uns dann aber der Wind doch zuviel und wir sind noch 150 km weiter südlich bis nach Coral Bay gefahren. Dort war es von den Korallen her ähnlich, schön aber auch nichts spektakuläres. Es hat aber trotzdem Spass gemacht wieder einmal zu Schnorcheln nach fast drei Monaten, nur war es leider jedes Mal eine ziemliche Überwindung ins Wasser zu gehen…
Cape Range NP,Turquoise Bay
Blowholes bei Carnavon
Von Carnavon aus sind wir noch mal etwas nördlich gefahren um uns die Blowholes und die Küste Richtung Gnarloo anzusehen. Wir wurden auch mit einer sehr schönen Landschaft belohnt als wir alles der Küste entlang hochgefahren sind. Es waren mal keine Strände, sondern hohe Klippen wo das Meer mit voller Gewalt dagegen schlägt. Dort unten sollte man besser nicht ins Wasser… Es sind auch wieder einige Buckelwale vorbeigeschwommen die wir beobachten konnten. Sehr beeindruckend waren die Blowholes. Das sind Löcher in den Klippen die 10-20m hohe Wassersäulen rausspritzen, je nach Höhe der Wellen und der Menge Luft die in den Löchern angesaugt wird. Gleich bei den Blowholes haben wir auch einen gemütlich Campingplatz am Quobba Point gefunden, wo wir zwei Nächte geblieben sind.
Blowholes
Kennedy Range NP
Von Carnavon aus sind wir dann nochmals ins Innland gefahren zum Kennedy Range NP. Da wir genügend Zeit haben und es im Süden immer noch etwas kühl ist haben wir den 400km Umweg auch noch auf uns genommen. Wir hatten auch die Hoffnung Wildflowers zu sehen die es auf dieser Strecke hat. Von der Jahreszeit her wäre es optimal gewesen, doch es hatte bis jetzt zu wenig Regen für das Sie blühen könnten. Na ja, vielleicht später auf dem Weg in den Süden. Früh morgens sind wir dann gleich in den Park um den Sonnenaufgang zu sehen, wo die hohen Klippen der Kennedy Range am schönsten sein sollen. Sie waren wirklich sehr schön beleuchtet und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Wir haben die drei verschiedenen Walkingtrails gemacht und die schöne Landschaft und die Klippen bestaunt. Schade ist nur dass wir nach 4 Stunden bereits alles gesehen hatten und uns eigentlich schon wieder auf den Rückweg machen konnten. Sie geben in Ihren Unterlagen zu den Parks immer an wie lange man für einen Trail rechnen muss, was man dann schlussendlich durch drei teilen kann. Für die angegebenen drei Stunden hatten wir knapp eine usw… Das ist etwas schade, da wir davon ausgegangen sind zwei Tage dort zu verbringen, und nicht nach vier Stunden alles gesehen zu haben. Es war also ein Umweg der sich für uns nicht wirklich gelohnt hat. Die Kennedy Ranges sind zwar sehr schön, aber unserer Meinung nach keine 400km wert…
Kennedy NP
Shark Bay, Francois Peron NP
Die World Heritage Area Shark Bay ist bekannt für die vielen Meeres-Tiere die man hier sehen kann. Vor allem natürlich die Delfine in Monkey Mia, die dort auch gefüttert werden, sowie auch Haie, Rochen und je nach Jahreszeit Dugongs. Als wir in Denham angekommen sind, haben wir uns dazu entschlossen zuerst in den Francois Peron NP hochzufahren und danach nach Monkey Mia zu gehen. Der Nationalpark ist nur mit einem 4WD (High-Clearance!) erreichbar, da die Strecke sehr, sehr sandig ist. Der Luftdruck in den Reifen muss auf etwa 20 psi gesenkt werden um zu verhindern dass man stecken bleibt. Und es sind schon einige stecken geblieben… Für die 50km braucht man gut 1.5 Stunden. Nachdem wir diese Strecke auch bewältigt hatten sind wir nun auch etwas mutiger softe Sandstrände oder Dünen zu fahren. Es hat mehrere sehr gemütliche Campingplätze im Park, teilweise direkt am Strand oder nur ein paar Meter davon entfernt. Wir sind insgesamt eine Woche im Nationapark geblieben, da es uns sehr gut gefallen hat und haben auf mehreren Campingplätzen übernachtet. Wir haben viel Zeit am Cape Peron verbracht, wo die Szenerie wirklich einmalig ist. Weisse Sandstrände mit roten Steilwänden dahinter und türkisblauem Wasser, es war wirklich ein herrliches Plätzchen. Sandro hat dort wieder einmal sein Glück mit Fischen versucht, und nach zwei Monaten hat’s dann auch endlich geklappt mit dem ersten Fisch! Er hat gleich drei grosse, schöne Travelleys rausgefischt die wir dann am Abend gegessen haben…. Yummy…Der erste selbst gefangene Fisch schmeckte herrlich. Am nächsten Tag gab’s dann nochmals frischen Fisch, es war also ein guter Platz zum fischen. Toll war vor allem auch die Tiere die wir von dort aus beobachten konnten. Vom Aussichtspunkt aus haben wir unzählige Rochen und Delfine gesehen sowie ein paar Haie und einen Manta. Nur für die Dugongs war es leider noch etwas zu kalt. Wirklich toll war dann aber als wir am Strand sassen und eine Schule Delfine direkt vor uns am jagen war. Dabei geben sie Gas und treiben die Fische so in eine Richtung zum Strand, dann stranden Sie mit dem halben Körper und verschlingen Ihren Fisch. Es war herrlich dort am Strand zu sitzen und diesem Spektakel etwa drei Stunden lang zuzusehen. Danach haben wir uns dann auch dazu entschlossen nicht mehr nach Monkey Mia in den Touristen Auflauf zu gehen. Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch Shell Beach angeschaut, ein Strand der nur aus kleinen Muscheln besteht. Wir hatten eine Super Zeit in Shark Bay und vor allem im Francois Peron NP, wer nach Shark Bay fährt und einen 4WD hat muss unbedingt dort hochfahren, es ist wirklich ein Traumplätzchen.
Cape Peron
Kalbarri Nationapark
Unser nächstes Ziel war der Kalbarri Nationalpark, der auch relativ bekannt ist und wie wir auch festgestellt haben, sehr schön ist! Es hat hier ein paar Inland “Gorges”, sowie auch einige Costal “Gorges”. Unter den Inland Gorges haben wir uns auch das “Nature’s Window” angesehen, was toll aussieht. Dies ist eigentlich ein Rahmen aus Fels, durch den man dann auf den Murchison River runtersieht, wie ein Fenster halt. Von dort aus haben wir dann den 8km langen Walk, the Loop, gemacht. Das war vor allem jetzt im Frühling sehr schön, da es in dieser Gegend sehr viele Wildflowers hat. Es war ein Walktrail mit einem herrlichen Blick auf den River und die Blumenfelder. Am nächsten Tag sind wir dann der Küste entlang weiter gefahren und haben uns die ganzen Costal Gorges angeschaut. Vor allem die letzten zwei, Island Rock und Natural Bridge, sind spektakulär. 70m hohe Klippen, mit Felsen unten im Wasser die eine Art Brücke formen, ist ein toller Anblick. Kalbarri hat wirklich viel zu bieten, schöne Walkingtrails, beeindruckende Klippen und schöne Strände!
Natural Window
Cliffs bei Kalbari
Kalbarri-Cervantes, Wildflowers
Von Kalbarri aus sind wir der Küste entlang nach Cervantes gefahren und haben uns die kleinen Dörfer angesehen, und vor allem die vielen Wildflowers. Der Frühling ist hier in dieser Gegend wirklich sehr schön, es ist überall am blühen und man sieht tausende von Blumen. Teilweise ganze Felder voll, entweder in violett, blau, gelb oder rot… Es ist ein unglaublicher Anblick und vor allem beeindrucken wie viele verschiedene Blumen es gibt. Wir haben auch einige Wildflower-Walks gemacht, ein sehr schöner ist z.Bsp. im Badingara NP, wo wir unzählige verschiedene und sehr spezielle Blumen gefunden haben. Nach der Wüste und Savannah Land oben im Norden sind wir nun im Grünen Teil angekommen, wo alles voller Farmland, Weingebiete und Wälder ist. Es ist beeindruckend wie unterschiedliche die Landschaft in Australien ist.
Wildflowers
Pinnacles Desert
Sehr bekannt sind auch die Pinnacles im Nambung NP. Dies sind eigentlich hunderte von Felsen die in den Dünen bei Cervanes aussehen wie eine Wüste voll mit Steinen. Man kann die Pinnacles zu Fuss ansehen oder es gibt auch einen 4km langen Drive wo man das ganze mit dem Auto abfahren kann. Die Pinnacles sehen wirklich toll aus und es ist ein spezieller Anblick und Erlebnis durch die Stein-Wüste zu laufen.
Pinnacle
Yanchep NP
Kurz vor Perth haben wir uns noch den Yanchep NP angesehen. Dieser liegt an einem See, wo es auch schöne Walkingtrails gibt und ein idealer Platz zum relaxen ist. Selbst die Känguruhs finden es sehr relaxt und gemütlich hier… Wir haben dort auch unsere ersten Koalas gesehen, wo wir eigentlich erst an der Ostküste damit gerechnet hatten. Koalas sind eigentlich sehr ruhige Tiere und bewegen sich kaum, außer Sie sind am fressen. Wir hatten das Glück sie gerade in einer sehr aktiven Phase zu sehen wo sie am fressen waren und ein wenig rumgesprungen sind.
Koala
Perth
Nach drei Monaten Reisen sind wir in Perth, unserer ersten Grossstadt angekommen. Wir haben sogar einen sehr günstigen Caravanpark für 23 Dollar gefunden, wir hatten hier mindestens mit dem doppelten gerechnet. Dies war erst unser zweiter Caravanpark seit Darwin, wir finden es nicht so gemütlich mitten in den Caravans unser Camp aufzuschlagen und auch noch viel Geld dafür zu bezahlen. Wir campen lieber im Busch und haben unser Campfire wo wir unser Brot backen können… Aber in einer Grossstadt wie Perth bleibt wohl nichts anderes, wenn man keine Strafe will. Perth ist eine sehr schöne Stadt am Swan River gelegen und mit einer schönen Skyline, auf die man vor allem vom Kings Park aus einen tollen Blick hat. Der Kings Park ist ein riesiger Park in der Stadt der sehr schön gemacht ist. Wir haben uns all die Sehenswürdigkeiten rund um Perth und Fremantle angesehen und haben drei schöne Tage in Perth verbracht. In der Wüste und im Outback gefällt es uns aber doch besser als in den Städten.
Perth
Margaret River Weingebiet-Pemberton
Nach Perth sind wir weitergezogen Richtung Südwesten Australiens, was bekannt ist für Weingebiete und vor allem die “Southern Forests”, die Wälder des Südens. Nach der Wüste und Savannah Land im Norden oben hat es hier unten viele Flüsse, viele Wälder und vor allem viel Farmland. Ein ziemlicher Unterschied zum nördlichen Teil von Australien. Eigentlich wollten wir von Rockingham aus mit der Fähre nach Penguin Island um die Seelöwen zu sehen, doch wir waren leider noch etwas zu früh, die Insel war noch für eine weitere Woche geschlossen. Na ja, wir hoffen wir werden noch irgendwo Seelöwen sehen. Also sind wir noch etwas südlicher bis zum Lane Pool Conservation Park, wo wir einen gemütlichen Campingplatz in den Wäldern gefunden haben. Etwas nördlich von Margaret River sind wir dann im Weingebiet angekommen mit unzähligen Weinhändlern und Rebbergen. Die riesigen Felder der Rebberge waren leider noch nicht am blühen da der Frühling gerade erst angefangen hat. Bis wir im Südosten ankommen werden sollten wir die Weingebiete dort aber in voller Blüte sehen, die dort drüben auch noch etwas größer sind. Der Wein schmeckte aber trotzdem sehr gut… Man kann hier von Weinhändler zu Weinhändler gehen und den ganzen Tag Wein degustieren, was allerdings etwas schlecht ist wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Also haben wir uns auf einen beschränkt und haben dort ein paar Weine degustiert. Die Gegend hat außerdem eine schöne Küste, die man mit einem 4WD gut erkunden kann. Wir sind einige Trails gefahren an der Küste, die zwar sehr schön waren, allerdings eine grössere Herausforderung als gedacht. Aber auch das hat Speedy gemeistert… Die Trails führen teilweise durch Wälder und dann über kleine Sanddünen wieder zurück an die Küste mit einem tollen Panorama! Das beste ist vor allem man kommt an Strände wo einfach niemand ist und fühlt sich teilweise ein bisschen wie am Ende der Welt… Die Gegend dort hat außerdem viele Limestone-Höhlen, von denen wir uns eine angeschaut haben. Wir haben uns für die Calgardup Höhle entschieden, einige der wenigen die nicht beleuchtet ist und man mit Lampe und Helm reinmuss. Sie ist insgesamt etwa 600m lang und ist ohne Lampe rabenschwarz. Es war eine schöne Höhle und ein tolles Erlebnis. Über einige weitere Offroad-Trails sind wir dann der Küste entlang weiter Richtung Pemberton, wo die “Southern Forests” beginnen. Im Warren Nationalpark haben wir einen 11km langen, sehr schönen Walkingtrail gemacht. Der Weg führt teilweise am Warren River entlang und dann die Hügel hoch durch die Karri-Bäume bis man einen tollen Ausblick hat über den ganzen Karri-Wald. Karris sind sehr schöne Bäume die etwa 90 m hoch werden, die Wälder hier sehen ganz anders aus als bei uns zuhause. Es hat in dieser Gegend auch unzählige, sehr schöne Campingplätze in den Wäldern, meistens direkt irgendwo am Fluss gelegen mit schönen Feuerstellen, auf ein Camp-Feuer können wir im Moment bei den Temperaturen auch nur schwer verzichten…
Cave bei Margret River
Manjimup
Wir haben uns entschieden Bill und Jill zu besuchen, die wir in Broome kennengelernt haben und uns dort dauernd Fisch geschenkt und mit zu den Walen rausgenommen haben. Eigentlich wollten wir nur mal kurz Hallo sagen, doch Sie waren fast nicht davon abzubringen dass wir ein paar Tage bei Ihnen bleiben sollen. Also haben wir drei Tage mit den beiden auf Ihrer Farm verbracht und hatten eine tolle Zeit. Jill hat jeden Abend etwas leckeres gekocht und wieder einmal für ein paar Tage warm zu duschen war natürlich auch herrlich… Es ist unglaublich wie gastfreundlich Australier sind, wir sind uns etwas blöd vorgekommen dauernd serviert zu werden, aber Sie haben es gerne gemacht, also haben wir es einfach genossen. Nach drei Monaten campen war es eine willkommene Abwechslung! Bill hat uns viel rumgeführt und uns alles mögliche gezeigt. Wir sind von Farm zu Farm und haben die ganzen Avocado, Orangen, Äpfel, Oliven, Tomatenplantagen etc. angeschaut und dauernd Früchte und Gemüse von den Bäumen gepickt. Wir haben immer noch etwa 5kg Früchte im Auto… Bill ist auch Mitglied im Golfclub, also haben wir natürlich auch eine Runde Golf gespielt. Ist gar nicht so einfach wie es aussieht… Wir haben für 9 Löcher auch recht lange gebraucht, aber hauptsache es hat Spass gemacht, und das hat es.
Relaxter Abschlag in Manjimup
Walpole, Valley of the Giants
Nach unserem Besuch bei Bill und Jill haben Sie uns angeboten ein paar Tage in Ihrem Ferienhaus in Walpole zu verbringen. Der Gedanke für ein paar Tage ein Haus für uns alleine zu haben klang sehr verlockend und wir haben Ihr Angebot gerne angenommen. Die beiden Sind mit uns zusammen nach Walpole gefahren und haben auch noch einen Tag dort verbracht. Bill hat sich sogar die Mühe gemacht sein nicht gerade kleines Fischerboot ins Wasser zu lassen und eine kleine Tour mit uns zu machen. Also haben wir allen Fischkram eingepackt und sind los zum fischen, das erste mall für uns das wir von einem Boot aus fischen konnten. Nach einigen Minuten hat dann auch schon der erste Riesenfisch angebissen, leider aber bei Bill an der Angel… Es war schön mal wieder mit einem Boot draußen auf dem Meer zu sein. Vom Ferienhaus aus haben wir uns dann auch die Gegend um Walpole angesehen, mit dem berühmten Tingle Trees. Tingles sind beeindruckend grosse Bäume, viele von Ihnen wurden von einem grossen Buschfeuer ausgebrannt, so dass man sich mitten im Baum verstecken kann und ein halbes Haus hat. Bei einem dieser Bäume haben Sie 140 Schulkinder reingebracht. Dass sind auch die Bäume wo der bekannte Top Tree Walk im Valley of the Giants ist. Dies ist ein Walk auf dem man auf einer Brücke durch die Gipfel der Bäume läuft. Der höchste Punkt ist 40m ab Boden und die Bäume haben dort oben immer noch einen unglaublich grossen Durchmesser. Der Top Tree Walk ist ein tolles Erlebnis und sollte man nicht verpassen wenn man mal in der Gegend ist… Ausserdem haben wir uns den Mandalay Beach, der nur mit 4WD erreichbar ist, angesehen und haben dort einen gemütlichen Tag verbracht. Das Panorama dort ist unglaublich, schöne steile Klippen und auf der anderen Seite eine herrliche Bucht (Bottleneck Bay), und das beste war wieder einmal dass wir den ganzen Tag niemanden gesehen haben. Einen 4WD zu haben lohnt sich in dieser Gegend und in ganz Westaustralien extrem, man kommt an so viele unglaubliche Orte die man sonst nicht sehen würde…
So macht Fischen Spass
Im Vally of the Gigants
Denmark
Auf dem Weg nach Albany haben wir einen kurzen Zwischenstopp bei Greens Pool und Elephant Rocks in der Nähe von Denmark gemacht. Eine wunderschöne Bucht mit türkisblauem Wasser und riesigen Felsen. Kurz vor Albany haben wir uns den West Cape Howe Nationalpark angesehen und haben wieder einmal ein herrliches Plätzchen zum campen direkt am Beach gefunden. Auch hier gab’s natürlich etwas Action für Speedy mit dem nächsten 4x4 Treck. Diesmal ging es zu dramatischen, hohen, schwarzen Klippen die toll aussahen und die Mühe wert war… Aber einmal mehr waren wir froh dass wir nicht steckengeblieben sind, der Weg war ganz schön happig…
Cliff bei Denmark
Stirling Range NP
Nach einigen Beach-Run’s an der Küste haben wir uns via Albany wieder kurz Richtung Inland gewagt. Zuerst haben wir aber natürlich auch Albany und den direkt darunterliegenden Torndirrup Nationalpark angeschaut. Albany ist ein gemütliches Städtchen mit vielen schönen Stränden in der Umgebung. Beim Nationalpark hatten wir das Pech an einem verlängerten Wochenende dort zu sein, der Park war überfüllt mit Leuten. Da es unserer Meinung nach auch nichts spezielles war sind wir dann auch schnell wieder weiter. Man kann dort Blowholes sehen und eine natürliche Brücke aus Felsen, wo wir aber weiter oben an der Westküste schönere gesehen haben. Die Stirling Ranges sind etwa 100km nördlich von Albany und gehört zu den bekanntesten Nationalparks Südwest-Australiens. Wie der Name auch schon sagt, Ranges bedeutet Berge und somit Wandern… Nach einiger Zeit faulenzen waren wir wieder bereit für etwas Bewegung. Wir haben mit dem bekanntesten und höchsten Gipfel der Range angefangen, Bluff Knoll (1’095m), der höchste Berg vom Süden Westaustraliens. Für uns Schweizer tönt 1095m nicht gerade nach viel, da man aber nicht viel über Meereshöhe mit dem hochklettern beginnt sind es dann doch einige Höhenmeter die zu bewältigen sind. Oben angekommen allerdings muss man sagen dass sich die Mühe auf jeden Fall lohnt. Das Panorama über die Stirling Range ist beeindruckend. Nachdem wir die Aussicht ein wenig genossen haben und uns auf den Rückweg gemacht haben stellten wir geschockt fest wie viele Leute uns entgegen kommen. Na ja, es ist wie gesagt der bekannteste und auch nicht der schwierigste Berg zum besteigen. Wir waren froh dass wir schon früh losgezogen sind und nur zu viert oben auf dem Gipfel waren. Am Nachmittag haben wir dann noch den zweithöchsten, Toolbrunup Peak (1’052m), in Angriff genommen. Zu unserer Erleichterung hatte es dort nur zwei Autos, da dieser Peak einiges anspruchsvoller zum besteigen sein soll als Bluff Knoll. Das dies so ist haben wir dann auch schnell festgestellt, es waren mehr oder weniger 1000 Höhenmeter senkrecht hochklettern… Mit Wandern hatte das teilweise nicht mehr viel gemeinsam und wir freuten uns schon aufs runterklettern, was wohl noch mehr in die Muskeln geht als das hochklettern… Die Aussicht oben auf dem Peak war aber nochmals um einiges schöner als vom Bluff Knoll. Ein wirklich atemberaubendes Panorama, es war die ganze Anstrengung wirklich mehr als wert! Am nächsten Tag haben wir dann mit ziemlichem Muskelkater noch einen kleineren, Mount Hassel (827m), aber auch sehr schönen Walkingtrail auf uns genommen. Danach hatten wir aber erst mal genug vom wandern und sind noch den Panorama-Drive mitten durch die Ranges gefahren und haben die Aussicht noch etwas vom Auto aus genossen.
Stirling Range NP, Toolbrunup Peak
Esperance
Gespannt sind wir weiter Richtung Esperance um die Gegend dort zu erkunden. Esperance ist bekannt für die schönsten Strände in Westaustralien, einige sagen auch von ganz Australien. Als wir dann den Great Ocen Drive gefahren sind stellten wir schnell fest dass dies nicht übertrieben ist. Wir haben noch nie so schöne Strände gesehen! Man muss wirkllich weit suchen um solche Beaches zu sehen. Der Sand ist schneeweiß und fühlt sich an wie Zucker, das Wasser einfach nur türkisblau! Zum ersten mal haben wir es nun auch ein wenig bereut dass wir ein wenig früh hier unten sind, da es immer noch etwas fisch ist zum schwimmen. In einem unseren Reiseführer haben wir gelesen dass es am Pier einen Seelöwen geben soll der sich dort auch gerne füttern lässt. Also haben wir uns auf die Suche nach Sammy dem Seelöwen gemacht und waren sehr überrascht dass wir Sammy tatsächlich gefunden haben. Direkt unter der Fisch-Putz Station, wo alle Fischer ihre Fischabfälle ins Wasser werfen hat er ganz gierig auf Futter gewartet. Jedes mal war ein kleiner Fight ums Futter zwischen den ganzen Vögeln, den Pelikanen und Sammy, wobei Sammy natürlich immer gewonnen hat. Die armen Vögel… Nun haben wir auch dieses lustige Tier gesehen, hoffen aber natürlich trotzdem noch auf ein paar mehr an der Südküste.
Verfressener Sammy
Cape Arid NP
Es gibt in der Gegend um Esperance zwei Nationalpärke, Cape Le Grand und Cape Arid NP, die auch sehr bekannt sind für wunderschöne Strände. Wir haben zuerst den Cape Arid NP besucht, der relativ weit weg ist von Esperance (150km) und das meiste nur mit einem 4WD erreichbar ist. Das hat natürlich den Vorteil dass es sehr wenig Leute hat die das auf sich nehmen, da man den ganzen Weg wieder zurück fahren muss. Wir haben den Weg gemacht und waren von dem Park begeistert. Es hatte kaum Leute und einen noch schöneren Beach als in Esperance vorne. Auch der Campingplatz mit Sicht über die Yokinup Bay war einfach genial. Eine herrliche Aussicht bereits am morgen wenn man aufsteht, der einzige Nachteil war dass kein Camp-Feuer erlaubt war. Wir haben auch die Campingplätze auf der anderen Parkseite angesehen die teilweise nur über heftige 4WD Trails erreichbar waren. Auf dem Weg dorthin hatten wir riesiges Glück dass wir nicht in einger riesigen Schlammpfütze steckengeblieben sind, viel hat dort nicht mehr gefehlt. Das wäre so richtig übel gewesen und keine Ahnung wie wir dort selbst mit Hilfe wieder rausgefunden hätten… Seit diesem Erlebnis haben wir etwas mehr Respekt vor Schlamm… Da es uns in der Yokinup Bay am besten gefallen hat sind wir am am nächsten Tag wieder zurück dorthin. Wir wollten eigentlich auf den Mount Arid hochklettern, wo man eine tolle Sicht über all die Buchten hat, dieser ist aber nur über den Strand erreichbar. Wir haben es probiert, doch der Sand war zu dieser Jahreszeit noch viel zu soft und wir wollten nicht riskieren stecken zu bleiben und von der kommenden Flut erwischt zu werden, also sind wir umgekehrt. Es gibt auch einen 10km langen schönen Walkingtrail der Küste entlang, wo man mit Glück auch Wale sehen kann. Und wir hatten mal wieder Glück! Es hatte überall ein paar Wale die am spielen waren und wir mit unserem Fernglas toll beobachten konnten. Als wir dann wieder zurück in unserer Bucht waren und am Strand sassen, stellten wir fest dass die ganze Bucht auch voller Wale war. Die Southern Right Wales kommen während Ihrer Reise teilweise sehr nahe in eine Bucht um sich zu erholen und Ihre Jungen zu füttern. Wir konnten die Wale also direkt vom Strand aus beobachten auf eine Distanz von nur etwa 15m! Und das mehr oder weniger von Morgens bis Abends all die Tage wo wir dort waren. Das war wieder einmal ein unbeschreibliches Erlebnis dass wir sehr genossen haben und nie mehr vergessen werden!
Cape Arid NP, Aussicht von unserem Camp
Cape Le Grand Nationalpark
Nachdem wir einige schöne Tage im Cape Arid NP verbracht haben machten wir uns auf den Rückweg Richtung Esperance und besuchten noch den Cape Le Grand NP. Dies ist einer der bekanntesten Nationalpärke Südwest-Australiens, da er sehr viele schöne Strände hat. Eine der bekanntesten Buchten ist Lucky Bay, der unter den Westaustraliern als der weißeste Strand gilt. Es ist tatsächlich eine sehr schöne Bucht, wir waren aber froh haben wir ein paar Tage im Cape Arid gecampt, da der Campingplatz in der Lucky Bay nichts spezielles ist. Neben Lucky Bay gibt es auch noch viele andere schöne Buchten, eine die uns sehr gut gefallen hat war zum Beispiel auch Thistle Cove. Nachdem wir den Frenchman Peak hochgeklettert sind hatten wir auch noch eine herrliche Aussicht über die Küste von etwas weiter oben… Nach einem schönen Tag in diesem Park sind wir dann den 22km langen Weg zurück nach Esperance alles dem Beach entlang gefahren. Das ist Australien pur - einfach mal den Beachweg nehmen mit einer tollen Aussicht aufs Meer anstatt den Highway! Herrlich… Somit haben wir uns dann auch gleich von der Küste verabschiedet für die nächsten paar Wochen, da wir nun wieder Richtung Wüste gehen. Der Südwesten Australiens hat uns extrem gut gefallen und wir hatten eine tolle Zeit! Wir werden all die Wälder und vor allem die super Strände an dieser Küste wohl etwas vermissen… Aber wir schauen mal was der Rest von Australien noch so zu bieten hat.
Wunderschöner Beachdrive mit Speedy
Thistle Cove
Goldfields
Nach der Küste haben wir uns langsam darauf vorbereit wieder für ein paar Wochen zurück ins Outback zu gehen. Wir sind los Richtung Kalgoorlie Boulder, dem Zentrum der Goldfields. Dort hatten wir uns eigentlich auf den Super Pit Aussichtspunkt gefreut, einem Aussichtspunkt über eine gigantische offene Goldmiene mit riesigen Maschinen. Doch leider war ausgerechnet an diesem Tag wo wir in Kalgoorlie waren Umzugsstimmung. Die Plattform war für 4 Tage geschlossen weil Sie an einen anderen Standort wechseln wollen. Das war natürlich sehr schade, diesen Anblick hätten wir gerne erlebt, aber vier Tage zu warten hatten wir auch keine Lust. Also sind wir halt weiter gezogen in die nördlichen Goldfelder. Es gibt einen 950km langen Discovery Trail der quer durch die ganzen Goldfields führt und an vielen historischen Orten vorbeiführt. Der Trail erklärt die ganze Geschichte, die 1890 angefangen hat als zum ersten mal Gold entdeckt wurde in Westaustralien. Da der Trail aber mehr etwas für Geschichte-Fans ist und somit nicht unbedingt für uns, haben wir nur das ein oder andere angesehen, dass sowieso auf unserem Weg lag, wie z.Bsp. den Lake Ballard. Dies ist ein ausgetrockneter See wo ein Künstler 51 Skulpturen hingestellt hat. Die Statuen stehen überall verstreut auf dem See und sehen sehr speziell aus. Leider hatten wir knapp den Sonnenuntergang verpasst, haben dann aber gleich am See campiert mit einer sehr schönen Abendstimmung.
Lake Ballard
Great Central Road
Nach dreieinhalb Monaten wurde es für uns langsam Zeit uns von Westaustralien zu verabschieden. Wir haben uns nämlich auf den Weg Richtung Laverton gemacht, von wo aus wir die Wüste durchqueren wollten um unsere Reise in Südaustralien weiter zu führen. Es ist zwar ein “kleiner” Umweg durch die Mitte zu fahren anstatt den Nullabor zu durchqueren was uns aber egal war. Wir haben einige male gehört dass es recht langweilig ist den Weg durch den Nullabor zu fahren da es unterwegs nichts spezielles anzusehen gibt außer Wasser. Ausserdem wollten wir zumindest einmal während unserer Australienreise einen der bekannten Wege quer durchs Land fahren. Also haben wir uns für die Great Central Road entschieden, die von Laverton in WA bis nach Winton in Queensland führt. Für uns ging es allerdings nur bis nach Erldunda, eine staubige Outback Reise von 1400km! Dort haben wir die Great Central Road dann verlassen um nach Südaustralien weiterzufahren. Wir sind diese Strasse gefahren weil uns die andere Möglichkeit, der Anne Beadell Highway, etwas zu gefährlich war. Ein sehr harter, verlassener Weg den man nur im Convoy fahren sollte, mit mindestens einem anderen Auto dass einem helfen könnte. Deswegen haben wir uns für die Great Central Road entschieden, wo zwischendurch auch noch ein anderes Auto vorbeifährt. Und es war ein richtiges 4x4 und Outback-Abentuer! Stundenlang durch die schöne und verlassene Wüstenlandschaft zu fahren, die im Moment ziemlich grün war, war ein sehr schönes Erlebnis. Abends dann irgendwo bei einer schönen Abendstimmung ein Campfire anzuzünden und den unglaublichen Sternenhimmel dort draussen zu beobachten ist dann ein herrlicher Tagesabschluss. Als wir dann wilde Kamele entdeckt haben, wussten wir dass wir definitiv irgendwo mitten in der Wüste sind. Ausserdem haben wir die schönste aller Wildflowers entdeckt die es nur im Outback gibt, die Stuart Desert Pea. Wir hatten gehofft diese Blume unterwegs zu sehen und fanden Sie dann in Wirklichkeit noch viel schöner als auf den Fotos in all den Zeitschriften. Das Highlight war jedoch als wir am Strassenrand plötzlich den speziellsten und schönsten Lizzard entdeckt hatte - der Thorny Devil! Das ist eine spezielle und seltene Lizzard-Art die es nur in der Wüste gibt und nur sehr wenige Leute jemals in freier Natur zu Gesicht bekommen. Dass wir den jemals finden würden hätten wir nie gedacht, wir haben uns eigentlich schon damit abgefunden in den Zoo zu gehen um ein Foto zu machen. Wir waren dann auch froh dass er schön posiert hat für uns und wir dieses lustige Tierchen genau bestaunen konnten. Sehr witzig war dann auch als er losgelaufen ist, man könnte das auch mehr tanzen als laufen nennen… Als wir dann die Grenze ins Northern Territory überschritten hatten kamen auch schon bald die Olgas in Sichtweite, die Brüder vom Ayers Rock. Dort wussten wir dass wir, insbesondere natürlich Speedy, es geschafft hat und wir wieder schon bald wieder unter Leuten sind. Die Strasse war teilweise eine ziemlich holprige Wellblech-Piste, die vor allem nach Regen ziemlich übel aussehen kann. Obwohl einige Leute auch mit einem 2WD durchfahren würden wir es nicht riskieren, es wird extrem teuer wenn man auf dieser Strecke stecken bleibt. Wir haben uns dann Richtung Südaustralien gemacht und hoffen dass wir dort auch viele schöne Erlebnisse haben werden und die Westaustralien nicht zu stark vermissen werden…
Road Train
Stuart Desert Pea
Kamele "irgendwo im nirgendwo"
Thorny Devil