Darwin

Nach einer langen Reise von Bohol bis nach Darwin sind wir nach langer Vorfreude in Australien gelandet. Die Reise an sich ist zwar nicht so lang, aber mit Umweg über Singapur recht umständlich. Einen ganzen Tag Wartezeit brachten wir aber am Flughafen Singapur problemlos über die Runden, da man dort ja wirklich alles machen und jede Art von Entartainment geniessen kann! Unser Hauptziel in Darwin war so schnell wie möglich ein passendes Auto für uns zu finden damit wir bald mit unserem Trip starten können und nicht allzu lange in Darwin bleiben müssen. Da wir schon Wochen vor unserer Ankunft damit begonnen haben im Internet nach Autos Ausschau zu halten, wussten wir schon so ziemlich was wir wollten. Ein 4x4 Geländewagen war für uns klar, da wir auch ins Outback wollen und die schönen und abgelegenen, nicht ganz so touristischen Plätze erkunden wollen! Unser Traumauto war der Toyota Landcruiser Bushcamper, da der halt neben Allrad auch ein Hightop-Dach und somit genügend Platz zum schlafen und stehen bietet. Wir hatten so ein Auto bereits im Internet zum Verkauf ausgeschrieben gefunden, und waren natürlich sehr glücklich dass der Besitzer immer noch in Darwin war und das Auto noch nicht verkauft hatte! Nachdem wir es dann selber gesehen und Probe gefahren sind, waren wir schnell davon überzeugt und haben den Deal abgeschlossen ;-) Wir konnten bereits die erste Nacht auf dem Campingplatz im Auto schlafen und haben somit viel Geld gespart für Hostels und auswärts Essen. Am nächsten Tag haben wir dann den ganzen Papierkram, Kaufvertrag, Ummeldung und Registrierung erledigt und das Auto gehörte nun definitiv uns! Kay, der Verkäufer, hat uns zusätzlich auch noch ein Offroad-Training angeboten, damit wir uns den 4x4 Kurs sparen können. Also sind wir am nächsten Tag raus ins Outback gefahren und haben uns im Offroad Fahren versucht! Kay hat uns wirklich sehr viele super Tipps gegeben, damit wir all die buckeligen, überfluteten und sandigen Pisten die vor uns stehen meistern können. Nach anfänglicher Skepsis und ein wenig Schiss hat das ganze aber schlussendlich super viel Spass gemacht und wir wollten gar nicht mehr aufhören! Aber nun sind wir ja ausgerüstet und unser Trip kann definitiv losgehen. Nachdem wir dann noch die fehlenden Ausrüstungsteile eingekauft haben sind wir losgezogen Richtung Lichtfield Nationalpark, wo wir unsere ersten Abenteuer erleben werden.

Speedy

und das ist SPEEDY unser neuer Kollege

Litchfield Nationalpark, Douglas Hot Springs

Unsere erste Station nachdem wir mit Speedy in Darwin losgezogen sind war der Litchfield Nationalpark. Dieser Nationalpark ist vor allem bekannt für seine viele und wunderschönen Wasserfälle. Ganz gespannt machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Wasserfall in Australien und waren beeindruckt. Egal bei welchem, alle hatten etwas spezielles und es ist überwältigend welche Wassermengen hier in die Tiefe stürzen. Fast direkt neben den Florence Falls hatten wir unseren Campingplatz gefunden ( nur für 4x4 Fahrzeuge, weshalb wir fast alleine waren…)und konnten so ein erfrischendes Bad im Wasserfall-Pool geniessen. Es ist ein tolles Gefühl unter so einem Wasserfall zu schwimmen und die hohen Felswände um sich zu betrachten! Der beeindruckenste von allen Litchfield Wasserfällen waren für uns die Wangi-Falls. Leider durfte man dort noch nicht schwimmen da der Wasserstand nach der Regensaison noch zu hoch war, und somit auch noch Salzwasser Krokodile darin leben. Auch sehr schön war der Bushwalk von den Florence Falls bis zum Buley Rock Hole, wir haben die Landschaft sehr genossen. Das Buley Rock Hole ist ein schöner treppenstufiger Wasserfall mit vielen Becken dazwischen die auch zum schwimmen einladen. Auch sehr imposant waren die riesigen Termitenhügel, die teilweise bis 7m hoch waren und über eine ziemlich lange Strecke zu besichten sind. Nach zwei Tagen zogen wir dann wieder weiter, der Litchfield Nationalpark ist nicht gerade sehr gross… Ist aber mit seinen schönen Wasserfällen ein sehr schöner Ausflug. Danach sind wir mit ein paar kleinen Abschweifer weitergezogen Richtung Katherine. Einen zweitägigen Zwischenstopp haben wir bei den Douglas Hot Springs eingelegt, wo ein schöner Hot Springs Park zum relaxen einlud. Vor allem morgens nach dem Frühstück war es herrlich sich ein bis zwei Stunden ins heisse Wasser zu legen, da hier oben im Norden nämlich auch die Nächte zur Zeit ziemlich kühl sind… Einen kurzen Abstecher zum Daily River haben wir auch noch gemacht, wo Sandro dann zum ersten Mal sein Glück als Angler probieren konnte. (eine Angelroute war beim Auto auch dabei…) Der Platz soll berühmt sein um einen Barramundi an die Angel zu kriegen, aber na ja… Wurde leider nichts daraus, vielleicht beim nächsten mal! Da wir wieder einmal Grosseinkauf machen mussten und ein paar Infos im Internet zusammensuchen mussten sind wir dann weiter gefahren bis nach Katherine. Man muss hier teilweise ganz schön weit fahren um einen Supermarkt zu finden wo man preisgünstig einkaufen kann. Nun sind wir aber für die nächsten ein bis zwei Wochen wieder ausgerüstet und bereits für den nächsten Trip.

Florence Falls

Florence Falls Lichtfield NP

Kakadu Nationalpark

Nach dem Besuch im Visitor Center in Katherine haben wir uns dann doch dazu entschlossen in den Kakadu Nationalpark zu fahren und diesen zu erkunden. Aufgrund der sehr langen Regenzeit im Norden Australiens sind halt leider einige Strassen, vor allem die 4x4 Strassen zu diversen Sehenswürdigkeiten, immer noch gesperrt. Da sich dies aber bis Mitte Juli nicht ändern soll und wir dann auch keine andere Möglichkeit mehr haben in den Kakadu NP zu fahren, haben wir uns dazu entschlossen uns den Nationalpark trotzdem anzuschauen. ( Wir hoffen die 50 AUD Eintrittsgebühren werden sich trotzdem lohnen…) Der Kakadu Nationalpark ist der grösste und wohl bekannteste Nationalpark Australiens und zu einem grossen Teil Aboriginal Land. Der Park wird in sieben Regionen unterteilt, die wir teilweise besucht haben: South Alligator Region, Jabiru Region, East Alligatior Region, Yellow Water Region, Nourlangie Region, Jim Jim Falls und Twin Falls Region und Mary River Region. Die Jim Jim Falls und Twin Falls, die wohl bekanntesten Wasserfälle Australiens, konnten wir leider nicht besichtigen, da die Strassen immer noch überflutet waren. Wir haben uns allerdings auch sagen lassen, dass wenn man hinfahren kann, die Wasserfälle auch nicht mehr wirklich fliessen da es so trocken ist. Auch in der Yellow Water Region waren noch die meisten Walks und Strassen geschlossen, so dass wir dort auch nicht viel Zeit verbracht haben. Wir waren insgesamt eine Woche im Kakadu und unseren Trip in der Mary River Region gestartet.

Mary River Region

Unsere erste Station hatten wir am Gunlom Waterfall Creek. Ein super schöner Wasserfall mit riesigem Plunge-Pool zum abkühlen. Doch das ist nicht alles, nach 20 minütigem Marsch bis hoch aufs Felsplateau sind nochmals drei kleinere Pools mit einem kleinen Wasserfall wo man sich herrlich abkühlen kann. Das beste daran ist die tolle Aussicht über den Kakadu Nationalpark hinweg. Gunlom Wasserfall muss man unbedingt gesehen haben und ein erfrischendes Bad in den Top Pools genossen haben! ( Diese haben übrigens erst ein paar Tage vorher aufgemacht…)

Gunlom

Gunlom Top Rock Pool

Am nächsten Morgen mussten wir dann zuerst einmal feststellen dass Speedy einen Platten hatte… Hmm… Sandro hat aber alles gegeben und ein paar Stunden später hatten wir einen neuen Schlauch drin und alles war wieder in Ordnung. ( es hat auch nur solange gedauert da er zuerst einen kaputten Schlauch montiert hatte…) Danach haben wir dann den Yurmikmik Walk bis zu den Motor Car Falls auf uns genommen ( ca. 8 km) und genossen eine schöne Landschaft während des Trails und bei den Falls wieder einmal ein schöner Wasserfall mit Pool. Alles andere in dieser Region war leider noch nicht geöffnet aufgrund des vielen Regens.

Nourlangie Region

Diese Region ist, zusammen mit Ubirr, sehr bekannt für die Wandmalereien und Zeichnungen der Aboriginal People. Ein 1.5 km langer Circuit führt am Nourlangie Rock durch den ehemaligen Unterschlupft der Aboriginal People während der Regenzeit. Unter diesen grossen Felsen haben sie gewohnt, gejagt, diskutiert und unzählige Wandzeichnungen an die Felswände gemalt, die man heute dort betrachten kann. Neben unzähligen Symbolen ihrer Jagdmotive ( Fische, Schildkröten..) findet man auch viele Kreaturen und Sagen, die Ihnen viel bedeutet haben.

Zeichnungen

Lightening Man with family

Am nächsten Tag waren wir wieder einmal bereit für ein wenig Trekking und sind den Gubara Walk gelaufen. Dieser soll zu kleinen Pools mitten im Regenwald führen, na ja, die Pools waren nicht so der Hit, aber der Walk selber war dafür sehr schön. Man hat eine wirklich schöne Landschaft um sich und einen tollen Ausblick auf die hohen Klippen und Felswände direkt neben dem Weg.

East Alligator Region

Das Highlight in dieser Region ist Ubirr! Laut vielen ein Muss für jeden Kakadu Besucher, und es lohnt sich wirklich. Ähnlich wie Nourlangie ist auch Ubirr ein Unterschlupf der Aboriginal People mit unzähligen Wandzeichnungen. Die Zeichnungen sind hier aber noch etwas schöner als in Nourlangie und vielfältiger. Uns hat der Rundgang durch die Wandzeichnungen und die Kultur der Aboriginal in Ubirr sehr gut gefallen. Sehr schön hier ist vor allem auch der Aussichtspunkt auf dem Berg oben. Wir haben in dieser Woche viele Aussichtspunkte gesehen, aber der hier war wirklich speziell und sehr schön! Wir haben dann bis zum Sonnenuntergang gewartet um die Abendstimmung auch noch zu geniessen. Leider waren wir da auch nicht die einzigen, aber es hat sich trotzdem gelohnt! Ein wirklich atemberaubender Anblick!

Ubirr kurz vor Sonnenuntergang

Ubirr Aussichtspunkt

Bis zum South Alligator sind wir dann nicht mehr weitergefahren, da sowieso noch das meiste geschlossen war. Wir hatten insgesamt eine schöne Woche im Kakadu, auch dank gemütlichen Campingplätzen mit immer eigener Feuerstelle. Allerdings hatten wir uns beide etwas mehr erhofft vom Kakadu, es war zwar schön, aber nicht wirklich so spektakulär wie man viel liest. Vielleicht liegt es auch daran dass noch viele Strasse geschlossen war. Die Highlights waren für uns ganz klar der Gunlom Wasserfall mit den Top Rock Pools und die Wandzeichnungen und der Aussichtspunkt in Ubirr.

Red Center Australia, around Alice Springs

Von Katherine aus haben wir uns auf den Weg nach Alice Springs gemacht, um das Rote Zentrum von Australien zu erkunden. Die erste lange Fahrt von 1300 km stand uns und Speedy also bevor. Zwei mal haben wir am Stuart Highway auf Gratis-Campingplätzen übernachtet bis wir in Alice Springs angekommen sind. Dort haben wir auch schnell gemerkt dass die Temperaturen hier unten einiges kühler sind als im Norden. Nachts hatte es noch 3° Celsius, was unserem Sommeroutfit nicht gerade entgegenkam. Mit solchen Temperaturen hatten wir irgendwie nicht gerechnet… Das erste was wir dann in Alice gemacht haben ist zuerst einmal warme Kleidung für die Nacht gekauft. Nachdem wir Speedy aufgetankt (mann ist der durstig) und eingekauft haben sind wir dann auch gleich weiter Richtung MacDonnell Ranges.

West MacDonnell Ranges

Westlich von Alice Springs liegt der landschaftlich spektakuläre (zumindest aus unserer Sicht…) Nationalpark West MacDonnell Ranges. Wir haben einige Tage in diesem Nationalpark verbracht und waren wirklich begeistert. Für die erste Nacht haben wir uns auf die Suche nach einem schönen Campingplatz gemacht um Sandros 30. Geburtstag zu feiern! Diesen haben wir dann auch gefunden, nämlich am Ellery Creek Big Hole, einem riesigen, in wärmeren Monaten schön erfrischendem Pool zwischen hohen roten Klippen. Dort haben wir gemütlich mit ein paar Bier angestoßen und uns einen schönen Tag gemacht (was wir ja zwar eigentlich jeden Tag haben). Das permanente Wasserloch sieht sehr schön aus und ist bei den Australiern hier sehr beliebt um zu schwimmen, nur ist es im Moment halt leider zu kalt. Am nächsten Tag haben wir dann mal Speedy ein bisschen offroad getestet und sind zu einem 4x4 Campingplatz gefahren wo wir zwischendurch selber nicht mehr wussten ob da wirklich ein Campingplatz kommen soll. Wir habens dann doch geschafft und waren an einem schönen Übernachtungsplatz mit toller Aussicht und ganz alleine. Natürlich waren wir auch immer ein wenig zu Fuss unterwegs. Wir haben einige sehr schöne Wanderungen gemacht und die schöne und spezielle Natur rund um uns genossen. Unter anderem haben wir auch einen Teil des berühmten Larapinta Trail gemacht, der insgesamt 233km lang durch den ganzen Nationalpark hindurchführt. Das Highlight der MacDonnell Ranges warf dann für uns aber in Ormiston Gorge. Eine schöne Schlucht zwischen gigantischen roten Klippen. Von dort aus kann man eine 8km Wanderung machen, die wirklich spektakulär ist. Wir sind 3 Stunden durch eine wunderschöne Landschaft gewandert mit einem tollen Aussichtspunkt zuoberst wo man gut über die ganze Prärie gesehen hat. Am Schluss führt die Wanderung dann durch die Schlucht durch wo man auch teilweise durch den eisig kalten Fluss laufen und ein wenig klettern muss.

Ormiston Gorge

Ormiston Gorge

Palm Valley

Palm Valley ist nur mit einem4x4 mit grosser Bodenfreiheit zugänglich, und wir waren gespannt was uns da für eine Strecke erwarten würde. So erfahren sind wir ja noch nicht im offroad fahren und etwas Übung ist ganz gut für die weiteren Strecken die wir sonst noch so geplant haben. Bis zum Campingplatz ist die Strecke nicht so schwierig zu fahren, man fährt halt viel durch Sand und es sind einige River-Crossings dabei, allerdings nur mit wenig Wasser. Wo es dann recht deftig wurde war vom Campground bis zum Palm Valley. 4 km die ein wenig Zeit benötigen… Es hat aber Spass gemacht diese Strecke zu fahren und zu schauen was Speedy alles so aushält. Zu Fuss haben wir dann das Valley erkundet, mit einem Walk der zuerst durch das Valley führt und dann oben auf den Klippen wieder zurück, wo man einen schönen Blick über die Schlucht hat. Das Valley selber sieht mit seinen unzähligen Palmen, dem Finke River der hindurchfließt und den hohen roten Wänden sehr schön aus und hat sich auf jeden Fall gelohnt anzuschauen und die Strecke auf sich zu nehmen!

Palm Vally

Palm Valley

Kings Canyon

Über die Meerenie Loop Road, eine 130km lange Wellblech-Piste (eine Art Buckel-Strasse, bei der es im Auto ziemlich heftig schüttelt), sind wir dann weiter bis zum Kings Canyon im Watarrka Nationalpark, eins der weiteren Highlights Zentral-Australiens. Leider ist uns unterwegs schon wieder ein Schlauch geplatzt. Auf einer Baustelle hat uns ein Lastwagenfahrer vor uns angehalten und uns gesagt dass wir einen Platten haben… Tja, wir habens nicht mal gemerkt bei der langsamen Geschwindigkeit auf der Baustelle. Also hieß es schon wieder Schlauch wechseln (immer gut ein paar Reserveschläuche bei sich zu haben…) bevor es dann weiter ging zu unserem Ziel. Der Kings Canyon hat 270m hohe rote Wände, deren Anblick wirklich atemberaubend sind. Wir haben den Kings Canyon Rim Walk gemacht, der als einer der besten Walks in ganz Australien gilt. Der Weg führt zuerst die Klippen hoch (der anstrengende Teil…) und dann alles oben durch mit einem tollen Panorama über den Canyon hindurch und auf die zwei massiven Steilwände. Ausserdem hat es hunderte tolle Felsformationen auf dem Canyon, die auch sehr beeindruckend sind. Für uns war der Kings Canyon wirklich sehr beeindruckend und landschaftlich etwas vom spektakulärsten was wir bis jetzt gesehen haben.

Kings Canyon

Kings Canyon

Ayers Rock und Olgas, Kata Tjuta Nationalpark

Vom Kings Canyons aus sind wir weitergefahren Richtung Uluru, wo uns unterwegs plötzlich ein Reifen geplatzt ist. (Ja, leider wars diesmal nicht nur der Schlauch…) Aber zum Glück haben wir ja ein Ersatzrad dabei, dass wir dann auch gewechselt haben. Da aber auch ein anderer von unseren Reifen ziemlich übel aussah und an mehreren Stellen aufgerissen ist, hatten wir nun ein kleines Problem. Ohne Ersatzreifen zu fahren(vor allem wenn die anderen Reifen auch nicht so toll aussehen) ist in dieser Gegend hier schlecht, da es halt vom Ayers Rock 500km sind bis zum nächsten Dorf, bis nach Alice Springs. Also mussten wir halt dort unten einen neuen Reifen kaufen, was natürlich in dieser abgelegenen Gegend nicht gerade am preisgünstigsten ist. Na ja, wir hoffen jetzt dass die restlichen drei noch durchhalten bis zur nächsten Grossstadt, wo das ganze etwas weniger kostet als irgendwo mitten im Outback. Mit beruhigtem Gewissen und einem neuen Reifen sind wir dann also am nächsten Tag Richtung Ayers Rock. Wir sind früh aufgestanden um uns den Uluru im Licht des Sonnenaufganges anzusehen. Trotz hunderten von Bildern die man ja von diesem berühmten heiligen Berg kennt, ist es ein spezieller Anblick wenn man ihn selber sieht. Wir waren den ganzen Tag dort im Nationalpark unterwegs und konnten immer wieder einen Blick auf den Uluru werfen. Was wirklich beeindruckend ist, ist wie er seine Farbe wechselt mit wechselndem Sonnenlicht, von braun am Nachmittag über orange und schließlich rot beim Sonnenuntergang. Wir sind ca. 5km um den Rock rumgelaufen, wobei man dann auch die ganzen unterschiedlichen Strukturen und die Unterschlüpfe der Aboriginals sehen kann. Viele dieser Plätze rund um den Rock sind heilig und dürfen auch nicht fotografiert werden. Wirklich sehr schön ist dann natürlich der Sonnenuntergang, wo er wirklich schön rot beleuchtet wird.

Uluru

Uluru, Ayers Rock

Nicht weniger spektakulär als den Ayers Rock fanden wir aber auch dessen Nachbarn Kata Tjuta, die Olgas. Kata Tjuta bedeutet eigentlich “ viele Köpfe”, und so sehen sie auch aus. Gebildet von unzähligen Felsformationen sehen auch sie wirklich sehr beeindruckend aus. Der grösste von Ihnen ist mit 550m nochmals 200m höher als der Ayers Rock. Auch hier gibt es einen wunderschönen 7 km langen Walk, der mitten durch die Olgas führt und man tolle Ausblicke auf die roten Felsen hat. Die teilweise steilen Passagen lohnen sich auf jeden Fall zu laufen!

Olgas

Olgas

Rainbow Valley

Eigentlich war ja geplant dass wir uns Simpson Desert und die East MacDonnell Ranges auch noch anschauen, was wir dann jedoch auf Grund des Zustandes unserer Reifen halt sein ließen. Wir wollten es nicht riskieren, und mitten im Outback abschleppen zu lassen (was gar nicht günstig ist…) oder auf fremde Hilfe angewiesen sein. Das was wir unbedingt sehen wollten haben wir ja auch gesehen, nämlich die West MacDonnell Ranges. Also sind wir auf dem Highway wieder Richtung Alice Springs gefahren und haben noch einen Abstecher ins Rainbow Valley gemacht. Dort hatte es einen gemütlichen Campingplatz mit direktem Blick auf die Valley Wände. Die sind vor allem bei Sonnenuntergang sehr schön zu sehen! Die Wand leuchtet orange und rot wenn Sie direkt von der untergehenden Sonne angeschienen wird. Sieht einfach super aus und war einer unserer schönsten Sonnenuntergänge. Am nächsten Tag haben wir uns dann wieder auf den Weg nach Alice Springs gemacht, wo unser durstiger Speedy wieder mal Nachschub wollte und vor allem auch mal wieder eine Dusche. Die roten staubigen Strassen im Outback hinterlassen halt schon ihre Spuren… Der Trip ins Zentrum von Australien hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir haben schon sehr viele wunderschöne Sachen gesehen bis jetzt! Vor allem haben wir nun mal mit eigenen Augen gesehen weshalb Australien auch der rote Kontinent genannt wird. Wir hatten auch sehr viel Glück mit dem Wetter, keinen einzigen Tag Regen bis jetzt und immer strahlend blauer Himmel. Die Temperaturen waren um zu laufen gerade angenehm, wie gesagt nur nachts etwas kalt. Einige andere Australier haben uns auch gesagt es sei der schönste Winter seit 20 Jahren hier im Zentrum.

Rainbow Vally

Rainbow Valley

Comments are closed.